Published On: August 3rd, 2026Kategorien: Energiearbeit, Familie in Freiheit, HippieMillionär

Der Zug fuhr fast ohne mich – und ich verstand plötzlich alles

Hallo, ihr Lieben. Ich grüße euch von Herzen. 🌿

Es ist eine Weile her, dass ich mich hier gemeldet habe — nicht weil nichts passiert wäre, sondern weil so viel passiert ist, dass ich erst wieder zur Ruhe kommen musste, um es euch in Worte zu fassen. Wir sind als Familie weitergereist, quer durch Europa, und ich möchte euch heute mitnehmen auf eine kleine, aber sehr tiefe Geschichte aus den letzten Wochen.

Wir hatten längere Zeit in Spanien verbracht, aber der Sommer war dort so heiß, dass es uns irgendwann zu viel wurde. Also sind wir weiter nach Frankreich gezogen, wo unsere erwachsenen Kinder ihre Freunde besuchen konnten und wir gemeinsame Zeit hatten, die uns allen guttat. Und dann ging die Reise weiter — nach England.

Auf dem Feld zwischen Apfelbäumen und Ziegen

Ich stehe gerade auf einem Feld, auf einer kleinen Farm im Süden Englands. Ringsherum Ponys, Kühe, Ziegen — unsere Mädchen sind im siebten Himmel, so viel Tier-Kontakt auf einmal. Wir sind umgeben von Obstbäumen: Äpfel, Pflaumen, Mirabellen, alles, was hier gerade reif wird und uns beschenkt. 🍎

Und rund um jeden Baum liegt das sogenannte Fallobst — hier nennt man es „windfall“, also das, was der Wind herunterträgt. Mehr, als wir je essen könnten. Und genau hier wird für mich wieder eine göttliche Gesetzmäßigkeit sichtbar: Wir leben im totalen Überfluss. Wer bereit ist, die alten Prägungen von Mangel hinter sich zu lassen, darf das erfahren und genießen — nicht nur im übertragenen Sinne, sondern ganz konkret, mit den Händen in einem Korb voll süßer Pflaumen.

Wir sind mit einem großen Wohnmobil und einem Wohnwagen unterwegs, den wir mit unserem VW-Bus ziehen. Katie fühlt sich in England unwohl am Steuer — die Straßen sind eng, rechts und links Hecken, und dazu der Linksverkehr, der aus unserer Fahrzeugperspektive alles auf der „falschen“ Seite passieren lässt. Also übernehme ich das Fahren. Was bedeutet: Jede Strecke, die wir als Familie zurücklegen, fahre ich im Prinzip zweimal — einmal mit Bus, Wohnwagen, Kindern und unseren drei Hunden und der Katze zum neuen Platz, und dann allein mit Bus und Bahn zurück, um das Wohnmobil zu holen. 🚐

Der Moment, in dem der Plan verschwand

Genau so eine Rückholtour stand an, als wir von Brighton aus Richtung Westen zogen, nach Devon und Glastonbury. Mein Job: mit dem Doppeldeckerbus in die nächste größere Stadt, von dort mit dem Zug nach London, und von London weiter runter in den Süden nach Brighton, um das Wohnmobil zu holen.

Ich hatte mir die perfekte Route auf dem Handy ausgerechnet — fünf kleine Busse, die mich Stück für Stück zum Ziel bringen sollten. Ich stand am ersten Bus, wollte einsteigen, und in dem Moment war die Route auf meinem Handy weg. Einfach verschwunden. Ich stand da, wusste nicht mehr, wohin ich eigentlich wollte, weil ich mir nichts gemerkt hatte — ich hatte mich ganz auf das Display verlassen. Der Busfahrer fragte ungeduldig, ich stieg wieder aus, stand in einem kleinen Dorf, in dem nicht andauernd Busse fuhren, und dachte erst mal: Was soll das jetzt? 🤔

Ich setzte mich in ein kleines Café, bestellte mir einen grünen Smoothie, rief kurz Katie an — und genau in dieser Pause fiel mir etwas auf. Der vermeintlich kürzeste Weg hätte mich über sieben kleine Busbahnhöfe geführt, mit siebenmal Umsteigen. Wenn irgendwo ein Bus Verspätung hatte oder nur dreimal am Tag fuhr, hätte ich stundenlang irgendwo festsitzen können. Die Alternative: ein einziger, direkter Bus nach Bristol, und von dort ein durchgehender Zug nach London. Länger auf dem Papier — aber tatsächlich der ruhigere, sicherere Weg.

Das war für mich der erste Fingerzeig dieser Reise: Der kürzeste Weg ist nicht automatisch der beste. Manchmal schon — aber manchmal eben nicht, und dann dürfen wir uns davon freimachen, genau zu wissen, wie es „richtig“ geht, und stattdessen offen bleiben für das, was sich tatsächlich zeigt.

Tausende schwitzende Menschen und ein Türchen, das sich öffnete

Ich kam schließlich in London Victoria an, diesem riesigen Bahnhof im Zentrum. Ich lief in die große Wartehalle, um meinen Bahnsteig zu finden — und dann kam die Durchsage: Ein Vorfall auf den Gleisen, der gesamte Zugverkehr in den Süden Englands war suspendiert. Genau in diesem Moment hatte ich noch einen Kundencall geplant und wir mussten unbedingt das Wohnmobil an dem Abend abholen. Und plötzlich: nichts geht mehr. 🚉

Ich stand zufällig direkt neben einem Infoschalter, als tausende Wartende gleichzeitig dorthin strömten. Ich fragte trotzdem: Geht noch irgendwas Richtung Süden? Die Antwort: Auf Gleis vierzehn fährt gerade noch ein einziger Zug — Richtung Südwesten, aber vielleicht ließe sich von dort umsteigen. Er fährt in einer Minute.

Ich rannte los. Alle Schranken zum Gleis waren gesperrt, rote Kreuze überall. Nur ein einziger, manuell besetzter Zugang war noch offen. Ein Mann bat den Bahnbeamten, ihn noch durchzulassen. Der Beamte sagte eigentlich, er dürfe niemanden mehr durchlassen — ließ ihn dann aber doch. Ich war direkt hinter ihm und rutschte mit durch, während die Schranke sich schon wieder schloss. Wir beide waren die letzten, die aus London herauskamen. Alle anderen blieben zurück, in der Hitze, im Stillstand.

Ich schaffte es mit mehrfachem Umsteigen — überfüllte Züge, dicht gedrängt wie in einer ganz anderen Welt — schließlich doch noch nach Brighton. Am Abend konnte ich meinen Kundencall machen und das Wohnmobil zu Katie bringen. 💫

Was diese Geschichte wirklich bedeutet

Im Nachhinein habe ich mich gefragt: Warum läuft es nicht einfach so, wie ich es mir vorstelle? Und die Antwort, die sich mir zeigte, war: Im Flow zu sein heißt nicht, dass alles nach meinem Plan läuft. Es heißt, flexibel zu bleiben, sich auf ein Ziel auszurichten — und dann offen zu sein für den Weg, der sich tatsächlich zeigt, statt an dem festzuhalten, den man sich ausgemalt hat.

Google Maps zeigt dir vielleicht den schnellsten Weg. Aber das heißt nicht, dass es der richtige ist. Diese Weichheit zu entwickeln — zu vertrauen, dass wir genau am richtigen Fleck sind, auch wenn es gerade chaotisch aussieht — das war die eigentliche Lektion dieser Reise. Nicht das Ziel war unklar. Ich wusste die ganze Zeit, wo ich hinwollte: zurück zur Familie, mit dem Wohnmobil im Schlepptau. Aber wie genau der Weg dorthin verlief, war nicht in meiner Hand.

Und dieses Ziel war nie ein Ego-Ziel. Es war im Dienste der Familie — die nächste Station auf unserer gemeinsamen Reise. Ich nehme das, was man „inspired action“ nennt: Schritt für Schritt handeln, in Richtung des Ziels, ohne mich davon abhängig zu machen, dass es exakt so läuft, wie ich es mir vorgestellt habe. 🌊

Eine Einladung an euch

Zwischen den Apfelbäumen, den Ziegen und den überfüllten Londoner Bahnsteigen habe ich wieder gespürt, wie eng Überfluss und Vertrauen miteinander verwoben sind. Der Überfluss an Obst, das niemand pflückt. Der Überfluss an Wegen, die sich öffnen, wenn einer sich schließt. Beides ist da — wir müssen nur bereit sein, hinzuschauen.

Ich bin neugierig: Wie geht es euch mit dem Loslassen des „besten Weges“? Hattet ihr auch schon Momente, in denen ein vermeintlicher Umweg sich im Nachhinein als genau richtig herausgestellt hat? Ich freue mich von euch zu hören. 🍀

Love ❤️ and Sunshine ☀️
Chris Kattoll
– Papa der SundanceFamily –

👨‍👩‍👧‍👦 Familie mit 6 Kindern
😇 Zusammen auf Weltreise seit 25 Jahren
💰 Visionär Investor & Pionier
✨ Energy Transformation Mentor
💎 3k+ Klienten – Business Coach
✨Wirken seit fast 30 Jahren zusammen als Paar für die Heilung dieses Planeten
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One Comment

  1. Chris Kattoll 3. August 2026 at 23:52 - Reply

    Wenn dein Navi mitten in der Reise einfach beschließt, Urlaub zu machen 😅 Wer kennt das Gefühl, komplett planlos in einem fremden Dorf zu stehen?

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Der Zug fuhr fast ohne mich – und ich verstand plötzlich alles

Hallo, ihr Lieben. Ich grüße euch von Herzen. 🌿

Es ist eine Weile her, dass ich mich hier gemeldet habe — nicht weil nichts passiert wäre, sondern weil so viel passiert ist, dass ich erst wieder zur Ruhe kommen musste, um es euch in Worte zu fassen. Wir sind als Familie weitergereist, quer durch Europa, und ich möchte euch heute mitnehmen auf eine kleine, aber sehr tiefe Geschichte aus den letzten Wochen.

Wir hatten längere Zeit in Spanien verbracht, aber der Sommer war dort so heiß, dass es uns irgendwann zu viel wurde. Also sind wir weiter nach Frankreich gezogen, wo unsere erwachsenen Kinder ihre Freunde besuchen konnten und wir gemeinsame Zeit hatten, die uns allen guttat. Und dann ging die Reise weiter — nach England.

Auf dem Feld zwischen Apfelbäumen und Ziegen

Ich stehe gerade auf einem Feld, auf einer kleinen Farm im Süden Englands. Ringsherum Ponys, Kühe, Ziegen — unsere Mädchen sind im siebten Himmel, so viel Tier-Kontakt auf einmal. Wir sind umgeben von Obstbäumen: Äpfel, Pflaumen, Mirabellen, alles, was hier gerade reif wird und uns beschenkt. 🍎

Und rund um jeden Baum liegt das sogenannte Fallobst — hier nennt man es „windfall“, also das, was der Wind herunterträgt. Mehr, als wir je essen könnten. Und genau hier wird für mich wieder eine göttliche Gesetzmäßigkeit sichtbar: Wir leben im totalen Überfluss. Wer bereit ist, die alten Prägungen von Mangel hinter sich zu lassen, darf das erfahren und genießen — nicht nur im übertragenen Sinne, sondern ganz konkret, mit den Händen in einem Korb voll süßer Pflaumen.

Wir sind mit einem großen Wohnmobil und einem Wohnwagen unterwegs, den wir mit unserem VW-Bus ziehen. Katie fühlt sich in England unwohl am Steuer — die Straßen sind eng, rechts und links Hecken, und dazu der Linksverkehr, der aus unserer Fahrzeugperspektive alles auf der „falschen“ Seite passieren lässt. Also übernehme ich das Fahren. Was bedeutet: Jede Strecke, die wir als Familie zurücklegen, fahre ich im Prinzip zweimal — einmal mit Bus, Wohnwagen, Kindern und unseren drei Hunden und der Katze zum neuen Platz, und dann allein mit Bus und Bahn zurück, um das Wohnmobil zu holen. 🚐

Der Moment, in dem der Plan verschwand

Genau so eine Rückholtour stand an, als wir von Brighton aus Richtung Westen zogen, nach Devon und Glastonbury. Mein Job: mit dem Doppeldeckerbus in die nächste größere Stadt, von dort mit dem Zug nach London, und von London weiter runter in den Süden nach Brighton, um das Wohnmobil zu holen.

Ich hatte mir die perfekte Route auf dem Handy ausgerechnet — fünf kleine Busse, die mich Stück für Stück zum Ziel bringen sollten. Ich stand am ersten Bus, wollte einsteigen, und in dem Moment war die Route auf meinem Handy weg. Einfach verschwunden. Ich stand da, wusste nicht mehr, wohin ich eigentlich wollte, weil ich mir nichts gemerkt hatte — ich hatte mich ganz auf das Display verlassen. Der Busfahrer fragte ungeduldig, ich stieg wieder aus, stand in einem kleinen Dorf, in dem nicht andauernd Busse fuhren, und dachte erst mal: Was soll das jetzt? 🤔

Ich setzte mich in ein kleines Café, bestellte mir einen grünen Smoothie, rief kurz Katie an — und genau in dieser Pause fiel mir etwas auf. Der vermeintlich kürzeste Weg hätte mich über sieben kleine Busbahnhöfe geführt, mit siebenmal Umsteigen. Wenn irgendwo ein Bus Verspätung hatte oder nur dreimal am Tag fuhr, hätte ich stundenlang irgendwo festsitzen können. Die Alternative: ein einziger, direkter Bus nach Bristol, und von dort ein durchgehender Zug nach London. Länger auf dem Papier — aber tatsächlich der ruhigere, sicherere Weg.

Das war für mich der erste Fingerzeig dieser Reise: Der kürzeste Weg ist nicht automatisch der beste. Manchmal schon — aber manchmal eben nicht, und dann dürfen wir uns davon freimachen, genau zu wissen, wie es „richtig“ geht, und stattdessen offen bleiben für das, was sich tatsächlich zeigt.

Tausende schwitzende Menschen und ein Türchen, das sich öffnete

Ich kam schließlich in London Victoria an, diesem riesigen Bahnhof im Zentrum. Ich lief in die große Wartehalle, um meinen Bahnsteig zu finden — und dann kam die Durchsage: Ein Vorfall auf den Gleisen, der gesamte Zugverkehr in den Süden Englands war suspendiert. Genau in diesem Moment hatte ich noch einen Kundencall geplant und wir mussten unbedingt das Wohnmobil an dem Abend abholen. Und plötzlich: nichts geht mehr. 🚉

Ich stand zufällig direkt neben einem Infoschalter, als tausende Wartende gleichzeitig dorthin strömten. Ich fragte trotzdem: Geht noch irgendwas Richtung Süden? Die Antwort: Auf Gleis vierzehn fährt gerade noch ein einziger Zug — Richtung Südwesten, aber vielleicht ließe sich von dort umsteigen. Er fährt in einer Minute.

Ich rannte los. Alle Schranken zum Gleis waren gesperrt, rote Kreuze überall. Nur ein einziger, manuell besetzter Zugang war noch offen. Ein Mann bat den Bahnbeamten, ihn noch durchzulassen. Der Beamte sagte eigentlich, er dürfe niemanden mehr durchlassen — ließ ihn dann aber doch. Ich war direkt hinter ihm und rutschte mit durch, während die Schranke sich schon wieder schloss. Wir beide waren die letzten, die aus London herauskamen. Alle anderen blieben zurück, in der Hitze, im Stillstand.

Ich schaffte es mit mehrfachem Umsteigen — überfüllte Züge, dicht gedrängt wie in einer ganz anderen Welt — schließlich doch noch nach Brighton. Am Abend konnte ich meinen Kundencall machen und das Wohnmobil zu Katie bringen. 💫

Was diese Geschichte wirklich bedeutet

Im Nachhinein habe ich mich gefragt: Warum läuft es nicht einfach so, wie ich es mir vorstelle? Und die Antwort, die sich mir zeigte, war: Im Flow zu sein heißt nicht, dass alles nach meinem Plan läuft. Es heißt, flexibel zu bleiben, sich auf ein Ziel auszurichten — und dann offen zu sein für den Weg, der sich tatsächlich zeigt, statt an dem festzuhalten, den man sich ausgemalt hat.

Google Maps zeigt dir vielleicht den schnellsten Weg. Aber das heißt nicht, dass es der richtige ist. Diese Weichheit zu entwickeln — zu vertrauen, dass wir genau am richtigen Fleck sind, auch wenn es gerade chaotisch aussieht — das war die eigentliche Lektion dieser Reise. Nicht das Ziel war unklar. Ich wusste die ganze Zeit, wo ich hinwollte: zurück zur Familie, mit dem Wohnmobil im Schlepptau. Aber wie genau der Weg dorthin verlief, war nicht in meiner Hand.

Und dieses Ziel war nie ein Ego-Ziel. Es war im Dienste der Familie — die nächste Station auf unserer gemeinsamen Reise. Ich nehme das, was man „inspired action“ nennt: Schritt für Schritt handeln, in Richtung des Ziels, ohne mich davon abhängig zu machen, dass es exakt so läuft, wie ich es mir vorgestellt habe. 🌊

Eine Einladung an euch

Zwischen den Apfelbäumen, den Ziegen und den überfüllten Londoner Bahnsteigen habe ich wieder gespürt, wie eng Überfluss und Vertrauen miteinander verwoben sind. Der Überfluss an Obst, das niemand pflückt. Der Überfluss an Wegen, die sich öffnen, wenn einer sich schließt. Beides ist da — wir müssen nur bereit sein, hinzuschauen.

Ich bin neugierig: Wie geht es euch mit dem Loslassen des „besten Weges“? Hattet ihr auch schon Momente, in denen ein vermeintlicher Umweg sich im Nachhinein als genau richtig herausgestellt hat? Ich freue mich von euch zu hören. 🍀

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One Comment

  1. Chris Kattoll 3. August 2026 at 23:52 - Reply

    Wenn dein Navi mitten in der Reise einfach beschließt, Urlaub zu machen 😅 Wer kennt das Gefühl, komplett planlos in einem fremden Dorf zu stehen?

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