Chris&Katie Podcast #1 – Das Geheimnis unserer 30-jährigen Beziehung
Heute stellen wir euch unseren ersten gemeinsamen Podcast vor.
Wir haben ihm den überaus kreativen Namen gegeben: Chris&Katie
Wir reden knapp eine Stunde darüber, was unsere Liebe seit fast 30 Jahren trägt ✨
Stell dir zwei Menschen vor, die seit fast drei Jahrzehnten gemeinsam durchs Leben tanzen. Nicht immer elegant, manchmal stolpernd, manchmal laut lachend, oft mit Hunden zwischen den Füßen, Kindern, die durchs Bild laufen, und einem Burrito in der Hand. Genau so ist dieses Gespräch entstanden: Wir liegen nebeneinander im Bett, der Hund hat seinen Kopf auf meinem Bein gelegt, während ich ein improvisiertes Mikrofon halte, Kathi versucht nebenher zu essen, ohne ins Mikro zu schmatzen – und wir reden einfach. Ohne Skript. Ohne Filter. Und plötzlich sind wir mittendrin in der großen Frage:
Wie schafft man es, nach all den Jahren wirklich glücklich miteinander zu sein – und nicht nur irgendwie zu funktionieren?
Die Antwort ist kein „5-Schritte-Trick“, sondern ein gelebter Weg. Ein Weg aus innerer Arbeit, Humor, tiefen Gesprächen, einer großen Familie, viel Flexibilität – und dem Mut, sich selbst nicht zu wichtig zu nehmen.
Glück beginnt in dir – nicht beim anderen 💛
Wenn Menschen uns fragen: „Was ist euer Rezept, in der Beziehung glücklich zu sein?“, dann klingt das manchmal so, als gäbe es einen Zauberknopf, den man beim Partner drücken kann. Unser Erleben: Es beginnt überhaupt nicht beim anderen. Es beginnt in dir.
Für uns bedeutet „glücklich sein“ nicht, permanent in einem rosa Wolkenzustand zu schweben. Glück heißt: innerer Frieden. Je mehr Frieden ich in mir habe, desto weniger kann mich irgendjemand ernsthaft durcheinander bringen – weder der Partner, noch Kinder, Eltern, Freunde oder die Außenwelt. Dieser innere Frieden ist nichts, was vom Himmel fällt. Er ist das Ergebnis von vielen Jahren innerer Wandlungsarbeit. Alte Geschichten, die wir als Kinder gehört haben. Bilder, wie Beziehungen „zu sein haben“. Glaubenssätze wie „ich bin so, weil früher XY passiert ist“. Das alles haben wir Schicht für Schicht angeschaut, in Frage gestellt, durchgefühlt, transformiert.
Ein wichtiger Meilenstein war für uns beide „The Work“ von Byron Katie. Diese Form von Selbstbefragung hat uns in eine neue Dimension von Selbstverantwortung geführt. Plötzlich wurde klar: Nicht Kathi ist schuld, nicht die Kinder, nicht die Umstände – sondern ich bin derjenige, der in mir Gedanken glaubt, die Schmerz erzeugen. Und ich bin auch derjenige, der sie hinterfragen kann.
Zwei Menschen, die sich mögen – nicht brauchen
Einer der schönsten Sätze in unserem Gespräch war: „Ich verbringe einfach wirklich gern Zeit mit dir.“ Nicht: „Ich brauche dich, damit es mir gut geht“. Sondern: Ich bin gern mit dir, weil ich auch gern mit mir bin.
Das ist vielleicht einer der wichtigsten Punkte: Wir hängen nicht voneinander ab. Wir sind fast jeden Tag zusammen – als Paar, als Eltern, als Reisefamilie – aber es ist kein klebriges „Ohne dich bin ich nichts“. Es ist eher: „Mit dir ist das Leben noch schöner – und ich bringe meine eigene Fülle mit.“
Je mehr wir unsere eigenen Baustellen aufgeräumt haben, desto mehr Genuss ist in der Beziehung entstanden. Früher stand oft noch alter Ballast zwischen uns: unverdaute Emotionen aus der Kindheit, Muster, Dramen, innere Geschichten. Heute ist da viel mehr Klarheit. Viel mehr Weite. Viel mehr „Wir können uns sehen, wie wir sind – ohne dass alte Schatten ständig dazwischenfunken.“
Humor – das vielleicht wirkungsvollste Paar-Tool der Welt 😄
Wenn wir ein einziges „Secret“ nennen müssten, das wir wirklich immer wieder bewusst einsetzen, wäre es: Humor.
Bei uns darf gelacht werden – auch mitten in Triggern. Gerade dann. Wenn einer von uns in seinem alten Film landet und anfängt zu dramatisieren, übertreibt der andere die Situation manchmal so liebevoll-komisch, dass wir beide plötzlich lachen müssen. In dem Moment löst sich die Schwere. Der innere Knoten bekommt Luft.
Humor heißt für uns nicht, Gefühle wegzuwischen. Es heißt: Wir geben dem Drama keine königliche Bühne. Wir erinnern uns gegenseitig daran, dass wir mehr sind als unsere Geschichten. Und dass es in Ordnung ist, über sich selbst zu schmunzeln. Das gilt besonders für mich, weil ich „da draußen“ in der Welt eine sehr wichtige, ernste Rolle haben kann – und zuhause in der Familie der, über den man liebevoll Späße macht. Dieser Gegenpol erdet mich enorm.
Kommunikation – reden, reden, reden… und auch mal schweigen
Wir werden oft gefragt: „Habt ihr noch Themen nach so vielen Jahren? Redet ihr überhaupt noch?“
Die Antwort ist ein klares: Ja. Und wie.
Wir haben uns schon immer viel zu sagen. Wir teilen Podcasts, Bücher, Ideen, inspirierende Menschen, verrückte Beobachtungen. Wir sitzen im Café und beobachten Leute, erfinden Geschichten über sie, tauschen Gedanken aus. Wir reden über tiefe Themen – Spiritualität, Bewusstsein, Familie, Finanzen, Lebensvision – aber auch über total Alltägliches und scheinbar Banales.
Wichtig ist: Wir sind wirklich interessiert am Innenleben des anderen. Nicht nur: „Wie war dein Tag?“ – sondern: „Was beschäftigt dich gerade wirklich? Welche Vision formt sich in dir? Was tut dir gerade weh? Was begeistert dich?“
Und gleichzeitig können wir Stille miteinander gut aushalten. Dieses „einfach nebeneinander sein“, ohne dass etwas gesagt werden muss.
Kleine Macken – große Lernfelder
Lange Beziehungen bestehen nicht nur aus großen Lebensfragen, sondern auch aus den berühmten „Evergreen-Themen“. Bei uns zum Beispiel: Licht im Schlafzimmer.
Ich: eher Nachtmensch, mag abends Licht, Leben, Aktivität.
Kathi: super lichtempfindlich, braucht Dunkelheit zum Schlafen, am liebsten Höhlenmodus.
Wir haben Jahre (!) über dieses Thema diskutiert. Im Camper mussten die Fahrzeuge so geparkt werden, dass Kathis Fenster auf keinen Fall in irgendeine Laterne schaut. Handtuch davor? Zu hell. Kleine Lichterkette? Geht nur, wenn Vorhänge doppelt zu sind. Irgendwann sind wir auf eine Lösung gekommen: dimmbare, warme LED-Streifen, Schlaf-Schals über den Augen und die Bereitschaft, Kompromisse zu machen.
Ein anderes Beispiel: Ich am Telefon. Wenn ich telefoniere, neige ich dazu, laut zu werden und gleichzeitig mit Handzeichen die Familie zum Schweigen zu bringen – wie ein Polizist mitten im Wohnzimmer. Für alle anderen: ziemlich nervig. Für mich: lange ein Automatismus. Heute gehe ich öfter einfach raus, wenn ich telefoniere. Und die Familie erinnert mich liebevoll (und manchmal lachend) daran, wenn ich es vergesse.
Diese Situationen sind keine „Beziehungsdramen“, sondern Trainingsfelder. Sie erinnern uns daran, dass wir alle Eigenheiten haben – und dass Liebe heißt, sie zu sehen, zu ehren und trotzdem zu schauen: Wie können wir damit leben, ohne dass einer darunter leidet?
Acht Menschen auf engem Raum – warum das (für uns) funktioniert 🚌
Viele können sich kaum vorstellen, wie es ist, mit sechs Kindern über lange Zeit in einem Wohnmobil zu leben. Sie fragen: „Knallt ihr euch da nicht ständig gegenseitig den Kopf ein?“
Unsere Erfahrung: Es funktioniert erstaunlich gut – und manchmal sogar besser als ein riesiges Haus. Auf vielleicht 15 Quadratmetern ist man gezwungen, präsent zu sein. Man kann sich nicht in fünf Zimmer zurückziehen und unbemerkt aneinander vorbeileben. Man bekommt mit, wie es den anderen geht. Man muss sich absprechen: Wer kocht, wer räumt, wer braucht gerade Ruhe?
Natürlich braucht das ein hohes Maß an Flexibilität von allen. Unsere großen Kinder zum Beispiel lieben Häuser, Yaro genießt es richtig, wenn wir mal längere Zeit in einem größeren Zuhause sind. Also haben wir Phasen im Wohnmobil und Phasen im Haus. Alle lernen, sich mal auf das einzulassen, was gerade dran ist – nicht immer ist die eigene Präferenz an erster Stelle. Genau das schult eine Qualität, die wir extrem wichtig finden: innerliche Beweglichkeit.
Herausforderungen ohne Drama – wie wir durch schwierige Zeiten gegangen sind
Von außen wirkt unser Leben oft leicht: Sonne, Palmen, Meer, Weltreisen, freie Kinder. Gleichzeitig gab es Zeiten, in denen die äußeren Umstände wirklich eng waren.
Unsere England-Zeit zum Beispiel: Sozialwohnung, keine Möbel, Isomatten auf dem Boden, alte Schlafsäcke – und ein einziges wirklich hochwertiges Objekt im Raum: ein leistungsstarker Mixer, den wir uns in Raten gegönnt hatten, weil uns gute Ernährung so wichtig war. Für Außenstehende hätte das nach Mangel aussehen können. Für uns war es eher eine Frage: „Wie machen wir es uns hier schön?“
Wir sind mit den Kindern regelmäßig in den Zoo gegangen – mit einer Jahreskarte, die wir uns organisiert hatten. Jeder Zoobesuch wurde zu einem Fest. Die Kinder erinnern sich heute nicht daran, dass wir „nichts hatten“. Sie erinnern sich an Abenteuer, Spielplätze, Tiere, gemeinsame Zeit.
Damit das so sein konnte, brauchte es innere Arbeit – vor allem bei mir. Kathi war oft diejenige, die den Fokus gehalten hat: „Wir schaffen das. Wir machen es uns schön. Wir finden Wege.“ Sie hat mich sanft, aber klar gestoppt, wenn ich im Mangel-Film versunken bin. „Geh kurz raus, atme, sortier dich – und komm bitte wieder klar zurück zu den Kindern.“ Diese liebevolle Klarheit hat mich gezwungen, Verantwortung für mein emotionales Feld zu übernehmen, statt es über die Familie zu stülpen.
Streiten – ja. Verletzen – nein.
Ja, natürlich streiten wir auch. Wir sind zwei temperamentvolle Menschen. Wir können laut werden, wir können uns reiben. Aber wir haben uns sehr klare Regeln gegeben:
Keine Schimpfwörter.
Keine abwertenden Bezeichnungen.
Keine körperlichen Auseinandersetzungen – weder zwischen uns noch zwischen den Kindern.
Respekt ist bei uns nicht verhandelbar. Lautstärke darf vorkommen, Emotionen dürfen sich zeigen – aber ohne, dass jemand innerlich klein gemacht wird. Oft sind es eher „Diskussionchen“ als echte Dramen. Kleine Ausbrüche, die nach zehn Minuten wieder verflogen sind, weil beiden klar ist: Das war gerade nicht wirklich wichtig.
Wir sind nicht nachtragend. Wir führen keine inneren Listen. Wir lieben es mehr, wieder zueinander zu finden, als recht zu behalten. In einer langen Beziehung ist das Gold wert.
Große Entscheidungen – ein gemeinsames Feld
Bei all den kleinen Reibungen ist etwas Spannendes zu sehen: In den wirklich großen Fragen sind wir uns fast immer einig.
Wie wollen wir unsere Kinder begleiten?
Wie wollen wir leben – sesshaft oder reisend?
Welche Werte sind uns heilig?
Wie gehen wir mit unserer Arbeit, unserer Sichtbarkeit, unseren Projekten um?
Wir haben im Laufe der Jahre unzählige große Abzweigungen gemeinsam genommen: vom Party-Leben in die Rohkost, von fixen Wohnorten in die Weltreise, von klassischen Jobs in die Selbstständigkeit, von Existenzangst in eine Kultur der Fülle. Diese Wandlungen haben wir nie gegeneinander, sondern miteinander vollzogen. Oft hatte eine:r von uns zuerst eine Intuition oder Vision – und der andere hat sie geprüft, gespürt, mitgetragen. So ist Schritt für Schritt ein gemeinsames energetisches Feld entstanden, das uns heute trägt.
Spirituelle Tiefe – leicht und spielerisch ✨
Ein weiterer unsichtbarer Faden zwischen uns ist die Gewissheit: Wir kennen uns nicht erst seit diesem Leben. Wir scherzen gerne darüber, dass wir schon im alten Ägypten gemeinsam unterwegs waren – ich auf großen Projekten, Kathi mit dem symbolischen Hausschlüssel in der Hand, damit ich wieder zurückfinde.
Spiritualität ist für uns kein Konzept, sondern ein gelebter Hintergrund. Wir arbeiten energetisch, wir öffnen Räume, wir kommunizieren mit dem Leben, wir fühlen uns geführt. Gleichzeitig nehmen wir uns auch hier nicht zu ernst. Wir wollen nicht die nächsten „ernsten Erleuchteten“ werden. Wir lieben Leichtigkeit, Humor und das Spielerische im Energetischen. Für uns ist das kein Widerspruch, sondern pure Wahrheit.
Eine Sache, die wir immer wieder tun: Es uns schön machen 🌺
Wenn man unsere letzten Jahrzehnte auf einen Satz destillieren würde, könnte er heißen:
„Egal, wo wir sind – wir machen es uns schön.“
Ob kleine Wohnung ohne Möbel, Wohnmobil auf engem Raum, Villa am Meer oder Haus in der Karibik – der Ort ist Kulisse. Die Energie entsteht aus uns. Aus dem, was wir denken, fühlen, wählen. Wir erschaffen Rituale, gute Nahrung, kleine Besonderheiten, gemeinsame Momente. Wir suchen nicht nach dem perfekten Setting, damit wir endlich glücklich sein können. Wir bringen unsere Frequenz mit – und der Ort passt sich an.
Und du? Deine Beziehung, dein innerer Frieden, eure Zukunft 💫
Vielleicht liest du das hier als jemand, der in einer Partnerschaft lebt. Vielleicht als jemand, der sich gerade eine tiefe, ehrliche Verbindung wünscht. Vielleicht als Mutter oder Vater, der spürt, dass da mehr möglich ist – an Liebe, an Freiheit, an Frieden im eigenen Familiensystem.
Was wir aus unserem Weg gelernt haben, teilen wir in der Soulflow Academy mit all den Menschen, die ein freies, selbstbestimmtes Leben aufbauen wollen – innerlich und äußerlich. Wenn du tiefer eintauchen möchtest, findest du bei uns verschiedene kostenfreie Angebote, die dich genau dabei unterstützen: deine eigene Wahrheit zu fühlen, deine Energie zu klären, alte Geschichten zu heilen und ein neues Miteinander zu gestalten – in der Partnerschaft, in deiner Familie, mit dir selbst.
👉 Schau hier vorbei und entdecke unsere aktuellen kostenfreien Angebote – wähle genau das, was deine Seele gerade ruft.
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Lass dich inspirieren, gestärkt und verbunden fühlen. Für dich. Für euch. Für eure Zukunft. 🌿💛
Chris und Katie
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Chris&Katie Podcast #1 – Das Geheimnis unserer 30-jährigen Beziehung
Heute stellen wir euch unseren ersten gemeinsamen Podcast vor.
Wir haben ihm den überaus kreativen Namen gegeben: Chris&Katie
Wir reden knapp eine Stunde darüber, was unsere Liebe seit fast 30 Jahren trägt ✨
Stell dir zwei Menschen vor, die seit fast drei Jahrzehnten gemeinsam durchs Leben tanzen. Nicht immer elegant, manchmal stolpernd, manchmal laut lachend, oft mit Hunden zwischen den Füßen, Kindern, die durchs Bild laufen, und einem Burrito in der Hand. Genau so ist dieses Gespräch entstanden: Wir liegen nebeneinander im Bett, der Hund hat seinen Kopf auf meinem Bein gelegt, während ich ein improvisiertes Mikrofon halte, Kathi versucht nebenher zu essen, ohne ins Mikro zu schmatzen – und wir reden einfach. Ohne Skript. Ohne Filter. Und plötzlich sind wir mittendrin in der großen Frage:
Wie schafft man es, nach all den Jahren wirklich glücklich miteinander zu sein – und nicht nur irgendwie zu funktionieren?
Die Antwort ist kein „5-Schritte-Trick“, sondern ein gelebter Weg. Ein Weg aus innerer Arbeit, Humor, tiefen Gesprächen, einer großen Familie, viel Flexibilität – und dem Mut, sich selbst nicht zu wichtig zu nehmen.
Glück beginnt in dir – nicht beim anderen 💛
Wenn Menschen uns fragen: „Was ist euer Rezept, in der Beziehung glücklich zu sein?“, dann klingt das manchmal so, als gäbe es einen Zauberknopf, den man beim Partner drücken kann. Unser Erleben: Es beginnt überhaupt nicht beim anderen. Es beginnt in dir.
Für uns bedeutet „glücklich sein“ nicht, permanent in einem rosa Wolkenzustand zu schweben. Glück heißt: innerer Frieden. Je mehr Frieden ich in mir habe, desto weniger kann mich irgendjemand ernsthaft durcheinander bringen – weder der Partner, noch Kinder, Eltern, Freunde oder die Außenwelt. Dieser innere Frieden ist nichts, was vom Himmel fällt. Er ist das Ergebnis von vielen Jahren innerer Wandlungsarbeit. Alte Geschichten, die wir als Kinder gehört haben. Bilder, wie Beziehungen „zu sein haben“. Glaubenssätze wie „ich bin so, weil früher XY passiert ist“. Das alles haben wir Schicht für Schicht angeschaut, in Frage gestellt, durchgefühlt, transformiert.
Ein wichtiger Meilenstein war für uns beide „The Work“ von Byron Katie. Diese Form von Selbstbefragung hat uns in eine neue Dimension von Selbstverantwortung geführt. Plötzlich wurde klar: Nicht Kathi ist schuld, nicht die Kinder, nicht die Umstände – sondern ich bin derjenige, der in mir Gedanken glaubt, die Schmerz erzeugen. Und ich bin auch derjenige, der sie hinterfragen kann.
Zwei Menschen, die sich mögen – nicht brauchen
Einer der schönsten Sätze in unserem Gespräch war: „Ich verbringe einfach wirklich gern Zeit mit dir.“ Nicht: „Ich brauche dich, damit es mir gut geht“. Sondern: Ich bin gern mit dir, weil ich auch gern mit mir bin.
Das ist vielleicht einer der wichtigsten Punkte: Wir hängen nicht voneinander ab. Wir sind fast jeden Tag zusammen – als Paar, als Eltern, als Reisefamilie – aber es ist kein klebriges „Ohne dich bin ich nichts“. Es ist eher: „Mit dir ist das Leben noch schöner – und ich bringe meine eigene Fülle mit.“
Je mehr wir unsere eigenen Baustellen aufgeräumt haben, desto mehr Genuss ist in der Beziehung entstanden. Früher stand oft noch alter Ballast zwischen uns: unverdaute Emotionen aus der Kindheit, Muster, Dramen, innere Geschichten. Heute ist da viel mehr Klarheit. Viel mehr Weite. Viel mehr „Wir können uns sehen, wie wir sind – ohne dass alte Schatten ständig dazwischenfunken.“
Humor – das vielleicht wirkungsvollste Paar-Tool der Welt 😄
Wenn wir ein einziges „Secret“ nennen müssten, das wir wirklich immer wieder bewusst einsetzen, wäre es: Humor.
Bei uns darf gelacht werden – auch mitten in Triggern. Gerade dann. Wenn einer von uns in seinem alten Film landet und anfängt zu dramatisieren, übertreibt der andere die Situation manchmal so liebevoll-komisch, dass wir beide plötzlich lachen müssen. In dem Moment löst sich die Schwere. Der innere Knoten bekommt Luft.
Humor heißt für uns nicht, Gefühle wegzuwischen. Es heißt: Wir geben dem Drama keine königliche Bühne. Wir erinnern uns gegenseitig daran, dass wir mehr sind als unsere Geschichten. Und dass es in Ordnung ist, über sich selbst zu schmunzeln. Das gilt besonders für mich, weil ich „da draußen“ in der Welt eine sehr wichtige, ernste Rolle haben kann – und zuhause in der Familie der, über den man liebevoll Späße macht. Dieser Gegenpol erdet mich enorm.
Kommunikation – reden, reden, reden… und auch mal schweigen
Wir werden oft gefragt: „Habt ihr noch Themen nach so vielen Jahren? Redet ihr überhaupt noch?“
Die Antwort ist ein klares: Ja. Und wie.
Wir haben uns schon immer viel zu sagen. Wir teilen Podcasts, Bücher, Ideen, inspirierende Menschen, verrückte Beobachtungen. Wir sitzen im Café und beobachten Leute, erfinden Geschichten über sie, tauschen Gedanken aus. Wir reden über tiefe Themen – Spiritualität, Bewusstsein, Familie, Finanzen, Lebensvision – aber auch über total Alltägliches und scheinbar Banales.
Wichtig ist: Wir sind wirklich interessiert am Innenleben des anderen. Nicht nur: „Wie war dein Tag?“ – sondern: „Was beschäftigt dich gerade wirklich? Welche Vision formt sich in dir? Was tut dir gerade weh? Was begeistert dich?“
Und gleichzeitig können wir Stille miteinander gut aushalten. Dieses „einfach nebeneinander sein“, ohne dass etwas gesagt werden muss.
Kleine Macken – große Lernfelder
Lange Beziehungen bestehen nicht nur aus großen Lebensfragen, sondern auch aus den berühmten „Evergreen-Themen“. Bei uns zum Beispiel: Licht im Schlafzimmer.
Ich: eher Nachtmensch, mag abends Licht, Leben, Aktivität.
Kathi: super lichtempfindlich, braucht Dunkelheit zum Schlafen, am liebsten Höhlenmodus.
Wir haben Jahre (!) über dieses Thema diskutiert. Im Camper mussten die Fahrzeuge so geparkt werden, dass Kathis Fenster auf keinen Fall in irgendeine Laterne schaut. Handtuch davor? Zu hell. Kleine Lichterkette? Geht nur, wenn Vorhänge doppelt zu sind. Irgendwann sind wir auf eine Lösung gekommen: dimmbare, warme LED-Streifen, Schlaf-Schals über den Augen und die Bereitschaft, Kompromisse zu machen.
Ein anderes Beispiel: Ich am Telefon. Wenn ich telefoniere, neige ich dazu, laut zu werden und gleichzeitig mit Handzeichen die Familie zum Schweigen zu bringen – wie ein Polizist mitten im Wohnzimmer. Für alle anderen: ziemlich nervig. Für mich: lange ein Automatismus. Heute gehe ich öfter einfach raus, wenn ich telefoniere. Und die Familie erinnert mich liebevoll (und manchmal lachend) daran, wenn ich es vergesse.
Diese Situationen sind keine „Beziehungsdramen“, sondern Trainingsfelder. Sie erinnern uns daran, dass wir alle Eigenheiten haben – und dass Liebe heißt, sie zu sehen, zu ehren und trotzdem zu schauen: Wie können wir damit leben, ohne dass einer darunter leidet?
Acht Menschen auf engem Raum – warum das (für uns) funktioniert 🚌
Viele können sich kaum vorstellen, wie es ist, mit sechs Kindern über lange Zeit in einem Wohnmobil zu leben. Sie fragen: „Knallt ihr euch da nicht ständig gegenseitig den Kopf ein?“
Unsere Erfahrung: Es funktioniert erstaunlich gut – und manchmal sogar besser als ein riesiges Haus. Auf vielleicht 15 Quadratmetern ist man gezwungen, präsent zu sein. Man kann sich nicht in fünf Zimmer zurückziehen und unbemerkt aneinander vorbeileben. Man bekommt mit, wie es den anderen geht. Man muss sich absprechen: Wer kocht, wer räumt, wer braucht gerade Ruhe?
Natürlich braucht das ein hohes Maß an Flexibilität von allen. Unsere großen Kinder zum Beispiel lieben Häuser, Yaro genießt es richtig, wenn wir mal längere Zeit in einem größeren Zuhause sind. Also haben wir Phasen im Wohnmobil und Phasen im Haus. Alle lernen, sich mal auf das einzulassen, was gerade dran ist – nicht immer ist die eigene Präferenz an erster Stelle. Genau das schult eine Qualität, die wir extrem wichtig finden: innerliche Beweglichkeit.
Herausforderungen ohne Drama – wie wir durch schwierige Zeiten gegangen sind
Von außen wirkt unser Leben oft leicht: Sonne, Palmen, Meer, Weltreisen, freie Kinder. Gleichzeitig gab es Zeiten, in denen die äußeren Umstände wirklich eng waren.
Unsere England-Zeit zum Beispiel: Sozialwohnung, keine Möbel, Isomatten auf dem Boden, alte Schlafsäcke – und ein einziges wirklich hochwertiges Objekt im Raum: ein leistungsstarker Mixer, den wir uns in Raten gegönnt hatten, weil uns gute Ernährung so wichtig war. Für Außenstehende hätte das nach Mangel aussehen können. Für uns war es eher eine Frage: „Wie machen wir es uns hier schön?“
Wir sind mit den Kindern regelmäßig in den Zoo gegangen – mit einer Jahreskarte, die wir uns organisiert hatten. Jeder Zoobesuch wurde zu einem Fest. Die Kinder erinnern sich heute nicht daran, dass wir „nichts hatten“. Sie erinnern sich an Abenteuer, Spielplätze, Tiere, gemeinsame Zeit.
Damit das so sein konnte, brauchte es innere Arbeit – vor allem bei mir. Kathi war oft diejenige, die den Fokus gehalten hat: „Wir schaffen das. Wir machen es uns schön. Wir finden Wege.“ Sie hat mich sanft, aber klar gestoppt, wenn ich im Mangel-Film versunken bin. „Geh kurz raus, atme, sortier dich – und komm bitte wieder klar zurück zu den Kindern.“ Diese liebevolle Klarheit hat mich gezwungen, Verantwortung für mein emotionales Feld zu übernehmen, statt es über die Familie zu stülpen.
Streiten – ja. Verletzen – nein.
Ja, natürlich streiten wir auch. Wir sind zwei temperamentvolle Menschen. Wir können laut werden, wir können uns reiben. Aber wir haben uns sehr klare Regeln gegeben:
Keine Schimpfwörter.
Keine abwertenden Bezeichnungen.
Keine körperlichen Auseinandersetzungen – weder zwischen uns noch zwischen den Kindern.
Respekt ist bei uns nicht verhandelbar. Lautstärke darf vorkommen, Emotionen dürfen sich zeigen – aber ohne, dass jemand innerlich klein gemacht wird. Oft sind es eher „Diskussionchen“ als echte Dramen. Kleine Ausbrüche, die nach zehn Minuten wieder verflogen sind, weil beiden klar ist: Das war gerade nicht wirklich wichtig.
Wir sind nicht nachtragend. Wir führen keine inneren Listen. Wir lieben es mehr, wieder zueinander zu finden, als recht zu behalten. In einer langen Beziehung ist das Gold wert.
Große Entscheidungen – ein gemeinsames Feld
Bei all den kleinen Reibungen ist etwas Spannendes zu sehen: In den wirklich großen Fragen sind wir uns fast immer einig.
Wie wollen wir unsere Kinder begleiten?
Wie wollen wir leben – sesshaft oder reisend?
Welche Werte sind uns heilig?
Wie gehen wir mit unserer Arbeit, unserer Sichtbarkeit, unseren Projekten um?
Wir haben im Laufe der Jahre unzählige große Abzweigungen gemeinsam genommen: vom Party-Leben in die Rohkost, von fixen Wohnorten in die Weltreise, von klassischen Jobs in die Selbstständigkeit, von Existenzangst in eine Kultur der Fülle. Diese Wandlungen haben wir nie gegeneinander, sondern miteinander vollzogen. Oft hatte eine:r von uns zuerst eine Intuition oder Vision – und der andere hat sie geprüft, gespürt, mitgetragen. So ist Schritt für Schritt ein gemeinsames energetisches Feld entstanden, das uns heute trägt.
Spirituelle Tiefe – leicht und spielerisch ✨
Ein weiterer unsichtbarer Faden zwischen uns ist die Gewissheit: Wir kennen uns nicht erst seit diesem Leben. Wir scherzen gerne darüber, dass wir schon im alten Ägypten gemeinsam unterwegs waren – ich auf großen Projekten, Kathi mit dem symbolischen Hausschlüssel in der Hand, damit ich wieder zurückfinde.
Spiritualität ist für uns kein Konzept, sondern ein gelebter Hintergrund. Wir arbeiten energetisch, wir öffnen Räume, wir kommunizieren mit dem Leben, wir fühlen uns geführt. Gleichzeitig nehmen wir uns auch hier nicht zu ernst. Wir wollen nicht die nächsten „ernsten Erleuchteten“ werden. Wir lieben Leichtigkeit, Humor und das Spielerische im Energetischen. Für uns ist das kein Widerspruch, sondern pure Wahrheit.
Eine Sache, die wir immer wieder tun: Es uns schön machen 🌺
Wenn man unsere letzten Jahrzehnte auf einen Satz destillieren würde, könnte er heißen:
„Egal, wo wir sind – wir machen es uns schön.“
Ob kleine Wohnung ohne Möbel, Wohnmobil auf engem Raum, Villa am Meer oder Haus in der Karibik – der Ort ist Kulisse. Die Energie entsteht aus uns. Aus dem, was wir denken, fühlen, wählen. Wir erschaffen Rituale, gute Nahrung, kleine Besonderheiten, gemeinsame Momente. Wir suchen nicht nach dem perfekten Setting, damit wir endlich glücklich sein können. Wir bringen unsere Frequenz mit – und der Ort passt sich an.
Und du? Deine Beziehung, dein innerer Frieden, eure Zukunft 💫
Vielleicht liest du das hier als jemand, der in einer Partnerschaft lebt. Vielleicht als jemand, der sich gerade eine tiefe, ehrliche Verbindung wünscht. Vielleicht als Mutter oder Vater, der spürt, dass da mehr möglich ist – an Liebe, an Freiheit, an Frieden im eigenen Familiensystem.
Was wir aus unserem Weg gelernt haben, teilen wir in der Soulflow Academy mit all den Menschen, die ein freies, selbstbestimmtes Leben aufbauen wollen – innerlich und äußerlich. Wenn du tiefer eintauchen möchtest, findest du bei uns verschiedene kostenfreie Angebote, die dich genau dabei unterstützen: deine eigene Wahrheit zu fühlen, deine Energie zu klären, alte Geschichten zu heilen und ein neues Miteinander zu gestalten – in der Partnerschaft, in deiner Familie, mit dir selbst.
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Chris und Katie
Audio des Soultalks
2 Kommentare
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mir hat eure erste Podcastfolge total gut gefallen. Es war sehr schön auch Kathie mal zu erleben. So authentisch und leicht, wie ihr über euch und euer Familienleben erzählt. Die Entspanntheit und der Humor war auch sehr belebend. Ich konnte mir richtig gut vorstellen, wie erfüllend euer Leben in eurer grossen Familie ist.
In einer Zeit, wo viele Familien schon früh auseinanderbrechen war das sehr ermutigend zu hören.
Herzlichen Dank für euren schönen Einblick in euer Leben🙏🌈💝Martina











Wir freuen uns über eure Fragen, für unsere nächste gemeinsame Podcast Folge!
mir hat eure erste Podcastfolge total gut gefallen. Es war sehr schön auch Kathie mal zu erleben. So authentisch und leicht, wie ihr über euch und euer Familienleben erzählt. Die Entspanntheit und der Humor war auch sehr belebend. Ich konnte mir richtig gut vorstellen, wie erfüllend euer Leben in eurer grossen Familie ist.
In einer Zeit, wo viele Familien schon früh auseinanderbrechen war das sehr ermutigend zu hören.
Herzlichen Dank für euren schönen Einblick in euer Leben🙏🌈💝
Martina